Samichlaus  


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Samichlaus

Damit unser Jahres-Rundgang durch die Bräuche nicht gar zu ernsthaft endet, eine kleine Anekdote, die vor wenigen Jahren dem St. Nikolaus in Steinen passiert ist: Wie es sich gehört, mit seinen "Schmutzlenen", klopft der Nikolaus an einem Bauernhaus.

 

Die Kinder ganz verschüchtert auf dem Ofenbänkli. Spricht der Samichlaus feierlich zum sechsjährigen Franzli: "Jaaa, da steht in meinem goldenen Buch, du tätest gerne wüst reden und fluchen! Wenn das bis zum nächsten Jahr nicht ändert, muss dich dann der Schmutzli in den Sack stecken und in den Wald mitnehmen! Willst du mir jetzt ganz fest versprechen, dass du dich besserst- " -

Darauf der Franzli: "Ouh ja duu - schluchzzz - verr . . . siäch!!!"Da blieb der heiligen Gesellschaft nichts übrig, als ein möglichst diskreter Rückzug. So sind wir also auf unserm Gang durchs Jahr der Volksbräuche am Ende angelangt, ein Ende, das wiederum ein Neubeginn ist! Das Zeitenrad dreht sich weiter, nicht auf der Stelle als starr montiertes Rad einer Macchina sine Deus. Ja, unser Rad bewegt sich vorwärts, ist auf dem Weg zur Ewigkeit, über gute oder schlechte Strassen, Schiissigässli oder N4 Jahreszeiten, Bräuche geben Einschnitte und Ordnung im sich immer wieder schliessenden Ring, Merkpunkte, die Trost verheissen: nicht in hoffnungsloser Tretmühle sind wir eingeschlossen, unser Rad rollt voran, fliegt dem Himmel zu!