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Während der Fastenzeit, vom Aschermittwoch bis Ostern, wird von den Goofen auf dem Schulweg und bei Kommissionen das Chlefelen geübt. Zuunterst aus der Gvätterlitrucke kramen sie die klingeldürren buchenen Brettli - etwa 120 x 40 x 7 mm gross - hervor oder basteln neue. Die Chlefeli haben einen gerundeten Einschnitt, damit sie einigermassen bequem zwischen die Finger passen, am obern Ende gezackt wie eine Krone. Die Schlaueren "bestellen" sie beim nächsten Schreiner. Damit sie später heller tönen, werden sie am untern Ende leicht angebrannt. Die Chlefeli werden paarweise locker zwischen Ring-, Mittel- und Zeigfinger geklemmt, die Fortgeschrittenen nehmen gar drei Stück, teilweise in beide Hände gleichzeitig. Es werden fleissig die bekannten Militärmarsch-Rhythmen geübt, indem die Hände geschickt im Takt geschüttelt werden. Es wurde längst gesagt: aber der Vergleich mit den spanischen Kastagnetten lässt sich wirklich kaum vermeiden! Das hölzerne Klappern der Chlefeli ist natürlich auch mit dem Ton der Kirchen?Rafälä verwandt. Deshalb lässt es der Brauch vermutlich zeitlich mit diesem zusammen nur in der Fastenzeit erschallen.
Der Rhythmus
Allein oder in Grüppchen wird dazu marschiert; etwa nach der sinnigen Weise, endlos: "D'Mülleri hed si hed d'Mülleri hed si hed d'Mülleri hed i d'Hosä gschissä und dr Chatz de Schwanz abpissä, d'Mülleri hed si hed ... " Diese Sprüche werden kaum je laut aufgesagt, nur innerlich im Marschtakt der Chlefeli skandiert. Sie und weitere wurden von Generation zu Generation mündlich überliefert, so wie die Sprachforscher von der Ilias und Odyssee des Homer annehmen, sie seien vor der ersten Niederschrift schon jahrhundertelang auf dem Rücken der Pferde memoriert worden ... Unsere Kinder reisen halt nur zu Fuss oder allenfalls mit den "nervösen Velo". Vermutlich deshalb reicht es nicht zu gar so kunstreichen Hexametern ...
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