Auf den Spuren des heimischen Waldes
12.04.07 06:30
Alter: 3 yrs

Von: Erhard Gick
Man läuft durch den Wald, kennt aber die Bäume und Sträucher nicht. Das soll sich ändern. In Steinen entsteht eine beschilderte Waldspur.
 Auf dem bestehenden Wanderweg im Aazopf erklärt Steinen Tourismus-Präsident Josef Dillier, am Standort einer Info-Tafel, das Projekt Waldspur Steinen. Bild Erhard Gick
Steinen Tourismus will noch in diesem Jahr im Gebiet Aazopf, im Steineraa-Delta, eine Waldspur einrichten. «Es handelt sich dabei aber nicht um einen gewöhnlichen Waldlehrpfad, wie man das bereits kennt», sagt Josef Dillier, Präsident des Tourismusvereins. Aber eines möchte man mit der Waldspur im Auenwald erreichen, dass dessen Besucher nämlich mit der einheimischen Bäumen und Sträuchern vertrauter werden. «Das ist doch vielen schon passiert. Man läuft durch einen Wald, sieht mächtige Bäume, bunte Sträucher und man rätselt über die Namen», sagt Josef Dillier. Die im Auenwald des Steineraa-Deltas geplante Waldspur möchte dieses Rätseln erleichtern.
30 Gehölze beschriften
Die Artenvielfalt im Aazopf ist gross. Fast 30 verschiedene markante Gehölze sind alleine im Bereich der Spur anzutreffen. Als Spur oder Weg hat man den bestehenden und letztes Jahr sanierten Wanderweg ausgewählt. Wer an einen der beiden Anfangspunkte gelangt, findet dann eine etwas grössere Informationstafel vor. Nach drei Seiten hin wird der Besucher über den Wald und seine Funktionen informiert. Es wird unter andrem erklärt was ein Augen- beziehungsweise ein Schutzwald ist und welche Funktionen er wahrnimmt. «Es ist leicht, den roten Faden zu finden. ZU diesem Zweck wird man dann nur den beschrifteten Pfosten folgen müssen», sagt Josef Dillier. Was die Steiner Waldspur von anderen Lehrpfaden unterscheidet, ist die Beschriftung der Bäume und Sträucher.
Man wird nebst den offiziellen Bezeichnungen interessante Details zu den Pflanzen vorfinden. «Wir möchten Sachen aufzeigen, die auf solchen Pfaden nicht ganz alltäglich sind», so Dillier weiter. Der Auenwald im Aazopf, das ehemalige Schwemmgebiet der Steineraa, verfügt über eine grosse Artenvielfalt, wie etwa den teppichartig verbreiteten Bärlauch, den Haselwurz und man stösst auf ein immergrünes Landschaftsbild, praktisch direkt am Lauerzersee.
Eröffnung diesen Herbst
Unterstützt wird das Projekt durch den Kanton Schwyz. Die fachliche Begleitung erfolgt durch das Kantonsforstamt (Amt für Wald, Jagd und Fischerei). «Bereits im Verlaufe des Sommers und Frühherbst werden die baulichen Arbeiten für die Waldspur erledigt», sagt Josef Dillier. Es werden keine artenfremde Bäume im Gebiet gepflanzt.
Beschriftet werden nur die vorhandenen Bäume. Steinen Tourismus rechnet mit Kosten von rund 20 000 Franken und einigen Frondienststunden. Noch diesen Herbst will man das Projekt fertig stellen und einweihen.
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